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Ursprung und Entwicklung der Wallfahrt

Die Geschichte der Wallfahrt in St. Maria Thalkirchen begann mit einem Kreuzpartikel, den der bayerische Herzog Albrecht III. der Pfarrkirche vor dem Jahr 1460 stiftete. Das Pilgern zu dem der Überlieferung nach originalen Splitter des Kreuzes Christi aus Jerusalem wurde allmählich in der Barockzeit von der Wallfahrt zum marianischen Gnadenbild überlagert.
Für einen gewissen Bekanntheitsgrad des Thalkirchner Wallfahrtsortes spricht die Tatsache, dass 1580 der spätere Kurfürst Maximilian I bereits mit 7 Jahren mit seinem Erzieher dorthin pilgerte.
Im Jahr 1780 gewährte Papst Pius VI. Thalkirchen für die Zeit des Frauendreißigers das Privileg, einen vollkommenen Ablass zu gewinnen. Bis heute werden diese dreißig Tage in 600-jähriger Tradition vom 15. August bis 14. September besonders gepflegt durch Rosenkranz - Sakramentsandacht vor dem Allerheiligsten - Beichtgelegenheit - Feier der Eucharistie und Auflegung des Kreuzpartikels. 1990 wurde die Flößerwallfahrt wiederbelebt, die sich in fünfjährigem Rhythmus am ersten Sonntag im September hier einfügt.

Über Jahrhunderte gewährleistete das Flößerhandwerk den Warentransport auf der Isar in die Stadt München. Für diese gefahrenvolle Aufgabe erbaten die Flößer den Schutz und die Fürsprache der Gottesmutter Maria von Thalkirchen. Nach dem I. Weltkrieg kam die berufsmäßige Flößerei schließlich ganz zum Erliegen; die beiden Zunftstangen mit dem H. Nepomuk und dem Hl. Nikolaus - den Schutzpatronen der Flößer - sowie die Flößerfahne befinden sich als Dauergabe in der Pfarrkirche.

Eine detaillierte Beschreibung unserer Kirche finden Sie im Kirchenführer am Schriftenstand.